10. Mai 2014

Michael Foedrowitz

Michael Foedrowitz

2014 jährte sich der Beginn der Alliierten Treibstoff- Offensive und die damit verbundene Bombardierung der Werke im und um das Geiseltal zum 70. Mal. Aus gegebenen Anlass veranstaltete der Kultur- und Heimatverein e.V. Mücheln, im ehemaligen Werkskasino, am 10. Mai 2014 einen Informations- nachmittag. Als Gast- referent konnte man Herrn Michael Foedrowitz gewinnen, der zu diesem Thema seit Jahren als Rechercheur und wissenschaftlicher Berater für diverse Film- und Fachblatt- dokumentationen tätig war und ist. In einem interessanten Lichtbildvortrag erklärte er Zusammenhänge und Ereignisse jener Jahre 1944/45. Anschließend konnten interessierte Bürger den Luftschutzbunker - Bau 134a -, der sich in unmittelbarer Nähe befindet und eine kleine Dokumentation beinhaltet, besichtigen.

Gespräche am Rande der Dokumentation.

Gespräche am Rande der Dokumentation.

Bau 134a - Luftschutzbunker Krumpa

Mit dem Beginn der Alliierten Treibstoffoffensive, im Mai 1944, begann die Planung und der Bau von Hochbunkern im Werk Lützkendorf. Bereits seit 1942/ 43 bestanden im Werk Schutzräume, die in vorhandene Gebäude integriert wurden. Da diese jedoch meist nur aus verstärkten Decken und Wänden bestanden, waren diese Schutzräume bei den 1944 folgenden konzentrierten Angriffen der amerikanischen Luftstreitkräfte, meist wirkungslos. Ebenso die Splitterschutz- und Deckungsgräben, die aus einfachen Betonelementen bestanden und bei Angriffen komplett wirkungslos blieben.

Die Fertigstellung dieses Luftschutzbunkers erfolgte im August 1944. Alle Bunkerbauten des Types Salzgitter, erhielten die Bezeichnung "Bau 134". Ihre Unterscheidung erfolgte durch den Zusatz eines Buchstaben (a-g). Insgesamt waren 16 Luftschutzbunker für das Werk in unterschiedlicher Baugröße geplant, von denen aber nur 7 errichtet wurden. Ein weiterer Bunker beinhaltete den elektrotechnischen Hauptanschluss des Werkes und war als Trafo- Bunker konzipiert.

Lageplan

Karte ehemaliger Bunkerstandorte im Werk der Wintershall A.G. Lützkendorf

Karte ehemaliger Bunkerstandorte im Werk der Wintershall A.G. Lützkendorf

Öffnungszeiten:

April bis Oktober

Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 14:00 - 17:00 Uhr.

Eintritt frei

Für Gruppen oder Schulklassen auch nach Vereinbarung.

Kontakt:

per Email: dasgeiseltal@t-online.de

per Telefon: 0176/ 12524571

MDR 2.6.2014

MDR 10.11.2014

Im Jahre 2014 wurde bei Bauarbeiten östlich vom Werksgelände insgesamt 3 Blindgänger gefunden, wobei der letzte Fund gesprengt werden musste.