Donnerstag der 5.April 1945

Donnerstag der 5.April 1945

Lützkendorf in den Morgenstunden des 5.4.1945

Lützkendorf in den Morgenstunden des 5.4.1945

Australian War Memorial P00811.007

Radarbild Lützkendorf 4./ 5. April 1945

Radarbild Lützkendorf 4./ 5. April 1945

Bildquelle: www.550squadronassociation.org.uk

Eine weitere Bombardierung des Treibstoffwerkes sollte bereits am 19. März 1945 durch die 8. US Air Force bei Tag erfolgen. Auf Grund schlechter Sichtverhältnisse über dem Ziel, wendete man sich dann den Ausweichzielen Jena und Fulda zu. Dieses wiederholte sich am 31. März 1945, worauf das gebriefte Ausweichziel Halle/ S. angegriffen wurde. Durch diese beiden fehlgeschlagenen Versuche, stand Lützkendorf mit Leuna zusammen, auf der obersten Prioritätsstufe für einen Angriff. Wärend Leuna bei diesem Angriff komplett ausgeschalten wurde und bis zum Einmarsch der amerikanischen Truppen am 13. April 1945 nicht wieder produzierte, waren die Schäden am Treibstoffwerk Lützkendorf nur moderat. Die eingesetzten Verbände der 1. und 8. Gruppe der RAF mit insgesamt 251 Lancaster und 11 Mosquitos griffen das Werk gegen 01:30 Uhr morgens an. Das für die Bombercrews anzuvisierende Ziel im Werk war die Kompressorenhalle Bau 201, die sich mittig im Treibstoffwerk befand.

Die über dem Ziel realisierte 2653 Bomben hatten eine Gesamttonage von 1076,5 t und bestanden aus:

  • 228 x 4000 lbs HC- Bomben

  • 81 x 1000 lbs MC- Bomben

  • 2293 x 500 lbs MC- Bomben

  • 54 x 250 lbs GP- Bomben

  • 83 x 250 lbs TI- Bomben

Nachtangriff

Nachtangriff

In den Aufzeichnungen des 156. Squadron der 8. Group der RAF beschreibt man einen Fehler bei der Zielmakierung durch die voraus geflogenen Mosquitos. Dies könnte dazu gefüht haben, dass eine große Menge der Bomben auf den Feldern zwischen Krumpa und Schortau nieder ging. In der Großkampfbatterie der Flak in Schortau wurden in dieser Nacht durch Bombeneinwirkungen 26 Soldaten getötet. Ihre Gräber befinden sich heute auf dem Friedhof in Schortau. Durch Umbettungen einiger Gräber nach Kriegsende hat sich ihre Zahl verringert.

Friedhof Braunsbedra/ OT Schortau

Friedhof Braunsbedra/ OT Schortau

Grabstätte der in der Nacht vom 4./ 5. April 1945 getöteten Flaksoldaten