Bau erster Mietshäuser in der Parksiedlung (April 1945) heutige Glück-auf-Straße

Bau erster Mietshäuser in der Parksiedlung (April 1945) heutige Glück-auf-Straße

Parksiedlung 1950

Braunsbedra

AK Parksiedlung in den 70- er Jahre

AK Parksiedlung in den 70- er Jahre

Nach Krumpa und Mücheln, sollten auch in Braunsbedra Wohn- und Siedlungshäuser für das Treibstoffwerk gebaut werden. Dies war jedoch mit Schwierigkeiten verbunden, da auf Grund des vorrückenden Tagebaues die alte Verkehrsführung von Straße und Schiene südlich von Neumark verlegt werden mussten. Die im Geiseltal abbauenden Kohlewerke hatten sich das Gelände zwischen Bedra und Braunsdorf bereits gesichert und wollten nur im Falle des "Nichtbedarfes" Wintershall Baugelände abgeben. Ende Februar 1940 bestand immer noch Unklarheit über die Streckenführung und die Anbindung in Richtung Merseburg. Durch den Regierungspräsidenten von Merseburg wurde Wintershall auf das Gelände zwischen Bedra und Schortau hingewiesen. In einer Besprechung am 22.12.1941 wurde ein Erschließungsplan Bedra - Braunsdorf vor Ort erläutert. Bei der Besprechung waren Vertreter aller Braunkohlenwerke, Wintershall, Regierungsbeamte, Schulen sowie Vertreter der Familie von Helldorf, insgesamt 23 Leute anwesend. Erneut wurden die einzelnen Pläne diskutiert. Wintershall konnte aus luftschutztechnischen Gründen die Siedlung Krumpa nicht weiter ausbauen. Neumark kam, wegen der Auskohlung nicht in Frage. Schortau sollte seinen ländlichen Charakter behalten. Die Siedlung (Kohlewerke) zwischen Bedra und Braunsdorf sollten für 10.000 bis 12.000 Leute geplant werden. Man rechnete hier bereits mit 6000 Siedlern, die durch Auskohlung umgesetzt werden mussten. In der Planung wurde die eventuelle Wasserversorgung aus der Rappbode- Talsperre vorgesehen und ein zentrales Klärwerk. Die Schulfrage sollte von Mücheln und Querfurt abgedeckt werden. Bei Bedarf, wäre für Mädchen noch eine hauswirtschaftliche Berufsschule in Frage gekommen. Dies hätte man aber zu gegebener Zeit noch mal separat besprechen müssen. Zur Bebauung durch Wintershall kam es jedoch nicht mehr. Erst in den 50-er Jahren wurden Bebauungspläne (Parksiedlung) für Braunsbedra durch das Nachfolgewerk " Mineralölwerk Lützkendorf " realisiert.

Parksiedlung 1950

Parksiedlung 1950